Photovoltaik ist längst mehr als ein paar Solarmodule auf dem Dach.

Für viele private Haushalte und Unternehmen kann eine Photovoltaikanlage ein wichtiger Baustein sein, um Energiekosten zu reduzieren, den eigenen Strom sinnvoll zu nutzen und sich unabhängiger von steigenden Energiepreisen zu machen.

Aber genau hier beginnt die eigentliche Frage:

Welche Photovoltaikanlage passt wirklich zu dir, deinem Gebäude und deinem Energieverbrauch?

Denn eine möglichst große Anlage ist nicht automatisch die wirtschaftlichste. Ein möglichst großer Speicher ebenfalls nicht. Und meistens ist Photovoltaik sogar nur ein Teil der Lösung. Eine Photovoltaik-Anlage ist erst dann sinnvoll, wenn sie Teil eines Gesamtkonzepts ist und auf Energie-Optimierung ausgerichtet ist. Und das beginnt bei der Planung.

Photovoltaik muss zum Gebäude passen

Ob Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus, Bürogebäude, Werkstatt, Praxis oder Produktionsbetrieb – jedes Gebäude hat andere Voraussetzungen.

Dachfläche, Ausrichtung und Verschattung spielen natürlich eine Rolle. Genauso wichtig sind aber der tatsächliche Stromverbrauch, die Verbrauchszeiten und die Frage, wie der erzeugte Strom später genutzt werden soll.

Bei einem Privathaushalt kann beispielsweise die Kombination aus Photovoltaik, Stromspeicher, Wärmepumpe und Wallbox interessant sein.

Bei einem Unternehmen können dagegen Lastspitzen, Betriebszeiten, Kühlung, Maschinen, Stromtarife oder die vorhandene elektrische Infrastruktur entscheidend sein.

Deshalb beginnt eine gute Planung nicht mit der Frage:

„Wie viele Module passen auf mein Dach?“

Sondern mit der Frage:

„Was soll meine Energieversorgung eigentlich leisten?“

PV, Speicher, Wärmepumpe und Wallbox nicht getrennt betrachten

Genau hier wird es interessant.

Eine Photovoltaikanlage erzeugt Strom. Ein Speicher kann ihn zeitversetzt verfügbar machen. Eine Wärmepumpe benötigt Strom für die Wärmeerzeugung. Eine Wallbox kann ein Elektrofahrzeug mit selbst erzeugtem Strom laden.

Und alle diese Komponenten beeinflussen sich gegenseitig.

Deshalb kann es sinnvoll sein, nicht nur die Photovoltaikanlage isoliert zu betrachten, sondern das gesamte Energiesystem.

Das gilt für private Gebäude genauso wie für Gewerbeimmobilien.

Manchmal ist beispielsweise eine Speicherlösung sinnvoll. Manchmal ist es wirtschaftlicher, den Solarstrom direkt für andere Verbraucher zu nutzen. In einem Unternehmen kann wiederum das Lastprofil wichtiger sein als die reine Jahresverbrauchsmenge.

Die richtige Lösung entsteht also nicht aus einzelnen Produkten, sondern aus dem Zusammenspiel.

Photovoltaik für Privatkunden

Für private Haushalte geht es häufig um Fragen wie:

  • Wie groß sollte die PV-Anlage sein?
  • Lohnt sich ein Stromspeicher?
  • Wie kann ich meinen Eigenverbrauch erhöhen?
  • Kann ich eine Wärmepumpe sinnvoll mit PV kombinieren?
  • Wie lässt sich eine Wallbox integrieren?
  • Welcher Stromtarif passt zu meinem Verbrauch?
  • Was sollte ich heute schon für die nächsten Jahre berücksichtigen?

Gerade bei einer neuen PV-Anlage lohnt sich deshalb der Blick nach vorne.

Denn eine Anlage, die heute gut funktioniert, sollte idealerweise auch dann noch sinnvoll sein, wenn später beispielsweise ein Elektroauto oder eine Wärmepumpe hinzukommt.

Photovoltaik für Mehrfamilienhäuser, Eigentümer und WEGs

Bei Mehrfamilienhäusern wird es noch einmal etwas spannender.

Denn hier wird eine Photovoltaikanlage nicht nur für einen einzelnen Haushalt geplant. Auf einem gemeinsamen Dach können viele Parteien von der erzeugten Energie profitieren – Eigentümer, Wohnungseigentümergemeinschaften und auch Mieter.

Dafür gibt es unterschiedliche Modelle. Neben einer klassischen Einspeisung kommen beispielsweise Mieterstrommodelle oder die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung infrage. Dabei kann der vor Ort erzeugte Solarstrom innerhalb des Gebäudes genutzt und auf verschiedene Bewohner beziehungsweise Nutzer verteilt werden.

Viele Eigentümer und WEGs kennen diese Möglichkeiten allerdings noch gar nicht.

Dabei kann gerade ein Mehrfamilienhaus interessante Voraussetzungen für ein gemeinsames Energiekonzept bieten.

Die PV-Anlage kann dabei nicht isoliert betrachtet werden. Auch der Stromverbrauch der einzelnen Wohnungen, Allgemeinstrom, Wärmepumpe, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und gegebenenfalls weitere Verbraucher können in die Planung einbezogen werden.

Das Ziel ist nicht einfach:

„Wir machen PV aufs Dach.“

Sondern:

„Wie können wir das vorhandene Gebäude energetisch möglichst sinnvoll nutzen – und wie können möglichst viele Beteiligte davon profitieren?“

Welche Lösung sinnvoll ist, hängt dabei unter anderem von den Eigentumsverhältnissen, der Nutzung des Gebäudes, dem Messkonzept und den gewünschten Rollen von Eigentümern, Bewohnern und Betreiber ab.

Gerade für Eigentümer von Mehrfamilienhäusern und Wohnungseigentümergemeinschaften lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die Möglichkeiten, bevor man sich für ein bestimmtes Modell entscheidet.

Photovoltaik für Gewerbe und Unternehmen

Bei gewerblichen Gebäuden gelten teilweise ganz andere Voraussetzungen.

Ein Unternehmen mit 150.000 kWh Jahresverbrauch ist nicht automatisch mit einem anderen Unternehmen mit 150.000 kWh vergleichbar.

Entscheidend ist unter anderem:

Wann wird der Strom verbraucht?

Bei Gewerbebetrieben kann der Eigenverbrauch während der Betriebszeiten einen erheblichen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage haben. Gleichzeitig können Lastspitzen, Produktionszeiten, Kühlung oder andere große Verbraucher eine wichtige Rolle spielen.

Deshalb gehört bei gewerblichen Projekten häufig ein genauerer Blick auf die tatsächlichen Verbrauchsdaten zur Planung.

Hier kann Photovoltaik dann mit weiteren Maßnahmen verbunden werden – beispielsweise mit Speicherlösungen, Lastmanagement, Wärmepumpen, Klimatisierung oder einer optimierten Energiebeschaffung.

Energieoptimierung statt Einzelmaßnahmen

Genau deshalb sehe ich Photovoltaik nicht als isoliertes Produkt.

Eine PV-Anlage kann die richtige Lösung sein. Sie muss aber nicht die einzige Lösung sein.

Vielleicht lässt sich zunächst der Strombezug optimieren.

Vielleicht lohnt sich eine Speicher-Nachrüstung bei einer bestehenden PV-Anlage.

Vielleicht kann eine Wärmepumpe die Wärmeerzeugung wirtschaftlicher machen.

Vielleicht liegt das größte Einsparpotenzial bei den Lastspitzen oder beim Energieeinkauf.

Und manchmal ist es gerade die Kombination mehrerer Maßnahmen, die den entscheidenden Unterschied macht.

Das Ziel sollte deshalb nicht sein, möglichst viele technische Komponenten zu installieren.

Das Ziel sollte sein, Energie besser zu nutzen und damit dauerhaft bessere wirtschaftliche Ergebnisse zu erzielen.

Energieoptimierung im Rhein-Main- und Rhein-Neckar-Gebiet

ECOhoch2 begleitet private und gewerbliche Kunden schwerpunktmäßig im Rhein-Main- und Rhein-Neckar-Gebiet – unter anderem rund um Weiterstadt und Darmstadt.

Dabei geht es nicht darum, jedem Kunden dieselbe Lösung anzubieten.

Ein Gebäude ist schließlich nicht wie das andere. Und ein Unternehmen funktioniert nicht wie ein Privathaushalt.

Deshalb betrachten wir die jeweilige Situation individuell und verbinden – wenn es sinnvoll ist – verschiedene Möglichkeiten miteinander:

Photovoltaik, Stromspeicher, Wärmepumpe, Wallbox, Klimatisierung, Energieverträge und weitere Maßnahmen zur Energieoptimierung.

Die Photovoltaikanlage kann dabei ein wichtiger Baustein sein.

Aber eben nicht automatisch der erste.

Die entscheidende Frage ist nicht: „Was kann ich kaufen?“

Sondern:

„Was bringt mir energetisch und wirtschaftlich tatsächlich etwas?“

Genau dort beginnt eine sinnvolle Energieoptimierung.

Denn am Ende geht es nicht darum, möglichst viel Technik auf einem Gebäude unterzubringen.

Es geht darum, die richtige Lösung für das Gebäude, den Verbrauch und die eigenen Ziele zu finden.

Und genau dabei unterstützt ECOhoch2 private Haushalte, Eigentümer von Mehrfamilienhäusern, WEGs und Unternehmen in der Region Rhein-Main/Rhein-Neckar.